Freitag, 18. September 2026

Warum glückliche Trainings-Teilnehmer kein Qualitätsmerkmal sind - Was vermag hier evidenzbasiertes HR zu bewirken?

Maike Küper "kenne" ich seit vielen Jahren. Wie so oft - über ihre fundierte Statements in den sozialen Netzwerken. Dabei vermittelt sie oft unverfälschte Einblicke in ihre Erfahrungen und Vorgehensweisen. Damit hat sie mir und vielen anderen breite Möglichkeiten zum "Mit-Lernen" verschafft. Es freut mich deshalb sehr, dass ich sie als Impulsgeberin zum bevorstehenden letzten HR Innovation Day gewinnen konnte. Hier folgt ihr Statement unter der Überschrift "Evidenzbasierte HR: Warum glückliche Trainings-Teilnehmer kein Qualitätsmerkmal sind“.

Leadership-Trainings führen zu guten Führungskräften? Ihr habt MBTI-Persönlichkeitsprofile im Angebot und ihr seid Euch sicher, dass die Trauerkurve elementar für's Change Management ist? Schade, denn zu all dem kennt die Wissenschaft schon lange was Besseres und kann mit validen Erkenntnissen aufwarten. Wie man in HR fundierte Entscheidungen trifft, auch ohne jeden Tag Studien zu lesen, möchte ich zeigen - denn ohne einen höheren Qualitätsanspruch wird HR auch weiterhin nicht ernst genommen.

Maike Küper ist seit über 10 Jahren Organisationsentwicklerin und Facilitatorin tätig. Dabei hat sie Veränderungen aus allen Perspektiven miterlebt: Als Leiterin, Mitgestalterin und Betroffene. Diese Erfahrungen, verknüpft mit aktuellen Erkenntnissen aus der Wissenschaft, bilden die Basis für ihre heutige Arbeit.

Sonntag, 13. September 2026

Human in the Lead nicht Human in the Loop - Statement von Data-Dan im Vorfeld des HR Innovation Days 2026

Ja er ist wieder am Start. Data-Dan aka Daniel Mühlbauer-Kerber wird am 30. September 2026 zum HR Innovation Day mit einem streitbaren Impuls aufwarten und steht anschließend für Diskussionen zur Verfügung. Mit Daniel ist ein alter Bekannter und Unterstützer meines Formats dabei. Bereits 2018 und 2019 (Video seiner Keynote) hat er mit innovativem Input zum Erfolg des HR Innovation Days beigetragen. Hier folgt sein Statement im Vorfeld des diesjährigen Events. 

KI wird in HR-Abteilungen ausgerollt. Und genau da liegt das Problem. KI ist kein Softwareprojekt. Es folgt nicht den Regeln klassischer Rollouts. Und weil Top-Beratungen das so sagen, setzen alle Firmen auf "Human in the Loop”. KI übernimmt immer mehr Aufgaben und der Mensch gibt die Ergebnisse frei. Das ist der langweiligste Job der Welt. Niemand wird so arbeiten wollen. Es braucht stattdessen "Human in the Lead”. Menschen definieren den Kontext, in dem KI arbeiten darf und erweitern dann ihre eigenen zwischenmenschlichen Fähigkeiten für eine inklusive und faire Zukunft der Arbeit. Ich sage euch, was ihr dafür braucht!

Dr. Daniel Mühlbauer-Kerber weithin bekannt als DATA-DAN hat nach dem Abschluss seiner Promotion am Institut für Personalwirtschaft der LMU München, ein Münchner Startup für People Analytics mitgegründet. Seine Leidenschaft gilt der Kombination aus Datenanalysen, künstlicher Intelligenz und digitalen Tools zur Wegbereitung in die Zukunft der Arbeit und des People Managements. Mit seinem Angebot HR Datenliebe möchte er für die Zukunft der Arbeit inspirieren. Modernes People Management versteht er als Daten-basierte Entscheidungsfindung durch People Analytics, sinnvolle Verknüpfung von menschlicher und künstlicher Intelligenz sowie die proaktive Gestaltung einer personalisierten People Experience. Mit seiner Montagsmaschine liefert er jeweils einen KI-Deep Dive zum Wochenstart. Zudem beantwortet er drängende Fragen rund um KI mit Impact auf HR Teams.

Donnerstag, 3. September 2026

KI löst kein einziges Kernproblem des Recruitings - Statement von Henrik Zaborowski vor dem HR Innovation Day 2026

Der diesjährige und für mich letzte HR Innovation Day ist per Stand heute (4. September 2026) fast ausgebucht. Ich freue mich sehr, dass ich wichtige Vertreter der HR Community mit einem Input an Bord habe. Diese Inputgeber werden dann auch das Hosting von Gesprächsrunden übernehmen. Die Workshops werden in zwei Runden durchgeführt, so dass jeder zu zwei thematischen Schwerpunkten diskutieren kann. Nachdem ich in der letzten Woche Philipp Schuch von Gradar und Marius Luther mit einem Statement bzw. einem Interview vorgestellt habe kann ich heute den Reigen dieser Vorstellungen fortsetzen. Mit Henrik Zaborowski konnte ich einen mehrfachen und langjährigen Unterstützer meines Formats für eine Mitwirkung gewinnen (Videos seiner Keynotes finden sich hier und hier). Henrik gehört zum "Tafelsilber" des HR Innovation Days und ich bin außerordentlich froh ihn diesmal dabei zu haben.  Hier folgt sein Statement im Vorfeld des Events und eine Kurzvorstellung.

Mit der Aussage "KI löst kein einziges Kernproblem des Recruitings" liefert Henrik Zaborowski einen exzellenten Aufschlag für die Diskussion zum HR Innovation Day 2026. Weiterhin äußert er "In über 25 Jahren Recruiting habe ich eines gelernt: Es geht in der Personalauswahl nicht nur um Kompetenz und Erfahrung. Du musst mit den Menschen sprechen, um den Fit zum Job herauszufinden. Das wird auch KI nicht lösen können." Gern würde Henrik darüber diskutieren, dass ein CV ein mieser Verräter ist, wir keine KI für die Personalauswahl brauchen und wie wir trotzdem definitiv besser werden müssen. 

Henrik Zaborowski ist Personalberater, Buchautor und Redner. Als Personalberater unterstützt er mit seinem Team Konzerne und Mittelständler bei der Besetzung unternehmenskritischer Positionen. Mit Slam Beiträgen und Keynotes - auch bei den HR Innovation Days in Leipzig - gelingt es ihm, Menschen zum Nachdenken zu bringen, zu überraschen und zu motivieren, Themen einmal anders zu betrachten. Darüber hinaus liefert er in seinem Podcast „HZaborowski – mit HR & CSR die Welt retten“ Ideen & Anregungen für eine nachhaltigere Wirtschaft und menschenzentriertes Arbeiten. 


Freitag, 28. August 2026

KI und Recruiting - Gespräch mit Marius Luther über MADITA - die agentische Recruiterin

Die Vorbereitungen zu meinem letzten HR Innovation Day vor dem Ruhestand laufen auf Hochtouren. Im Vorfeld dieses Events führe ich gern Interviews und ich freue mich, mit Marius Luther einen sehr interessanten Gesprächspartner mit einer ausgeprägten Recruiting-Affinität gefunden zu haben. Er wird am 30. September 2026 Madita vorstellen und für Fragen und die Diskussion dazu zur Verfügung stehen. Madita ist eine innovative KI-gestützte Recruiting-Lösung, die am 25. August 2026  erstmals dem breiten Recruiting-Publikum im Rahmen des Agentic Recruiting Forums vorgestellt wurde. Herzlichen Dank bereits an dieser Stelle für Ihre Mitwirkung am HR Innovation Day und dafür, dass Ihnen heute einige Fragen stellen kann.

Wald: Lieber Herr Luther, könnten Sie sich und Ihr Unternehmen kurz vorstellen?
Luther: Ich bin Marius Luther, Mitgründer und CEO von HeyJobs. Wir haben 2016 in Berlin angefangen, mit der Idee, Bewerbung und Job über einen digitalen Kanal zusammenzubringen, statt über Anzeigen und Hoffnung. Heute arbeiten wir mit >5000 Unternehmen zusammen, vor allem in Bereichen, in denen Personal wirklich knapp ist: Handel, Logistik, Pflege, Industrie. Seit gut einem Jahr liegt unser Schwerpunkt auf MADITA. MADITA ist eine agentische Recruiterin, also keine Software, die man konfiguriert, sondern eine virtuelle Kollegin, die man onboardet. Sie führt das Erstgespräch, rund um die Uhr, in über 90 Sprachen, und legt dem Team eine strukturierte Einschätzung samt Transkript auf den Tisch. Entschieden wird weiterhin im Team. Unser Claim ist genau deshalb so kurz: Madita interviewt. Ihr entscheidet.

Wald: Ein Blick in den Leipziger HRM-Blog und die zurückliegenden HR Innovation Days zeigt, dass hier in der Vergangenheit oft Recruiting-Lösungen vorgestellt wurden (truffls, Jobpilot, Viasto). In den letzten Jahren gab es aus meiner Sicht etwas „Ruhe", was technische Recruiting-Lösungen angeht. Woran lag das?
Luther: Drei Gründe, und keiner davon ist besonders schmeichelhaft für unsere Branche.
Erstens war die Welle, die Sie beschreiben, eine Kanal- und Oberflächenwelle. Swipen statt Anschreiben, Video statt Telefon, Jobbörse statt Zeitung. Das hat verändert, wie Arbeit verpackt wird, nicht wer sie macht. Die eigentliche Arbeit im Recruiting, Unterlagen sichten, Gespräche führen, nachfassen, blieb komplett beim Menschen.
Zweitens ist zwischen 2015 und 2022 fast das gesamte Kapital in Bewerbermanagementsysteme und Suiten geflossen, garniert mit KI-Matching-Versprechen, die in der Praxis oft eine bessere Stichwortsuche waren. Viele HR-Bereiche haben sich daran die Finger verbrannt und sind seitdem zu Recht misstrauisch. Dann kamen Zinswende, Sparprogramme und ein abgekühlter Arbeitsmarkt, und Recruiting-Budgets sind das Erste, was gestrichen wird.
Drittens, und das ist der ehrlichste Grund: Die Technologie, um Recruiting-Arbeit tatsächlich zu erledigen statt sie nur zu verwalten, gab es schlicht nicht. Ein echtes, unterbrechbares Sprachgespräch in menschlicher Qualität, mit Nachfragen, die zur vorherigen Antwort passen, ist erst seit ungefähr anderthalb Jahren technisch und wirtschaftlich möglich. Vorher hätte jeder, der so etwas angekündigt hätte, gelogen.

Wald: In diese „Durststrecke" stoßen Sie jetzt mit Madita. Was hat Sie zu Madita veranlasst?
Luther: Wir sitzen bei HeyJobs an beiden Enden des Prozesses und haben gesehen, wie beide Enden gleichzeitig kaputtgehen. Auf der Bewerberseite ist die Menge explodiert, weil KI das Bewerben fast kostenlos gemacht hat. Ein Mensch verschickt an einem Nachmittag hunderte Bewerbungen, alle sauber formuliert, alle auf die Stelle zugeschnitten. Damit ist der Lebenslauf als Signal weitgehend entwertet. Auf der Unternehmensseite hat sich nichts bewegt: Das Team hat dieselbe Anzahl Stunden wie vorher und muss aus einem größeren Stapel schlechtere Signale herauslesen. Der Ausweg war bisher immer derselbe, härter filtern. Das trifft dann genau die Kandidatinnen und Kandidaten in der Grauzone, die auf dem Papier durchschnittlich aussehen und im Gespräch überzeugen würden.
Ein menschliches Erstgespräch kostet ein Unternehmen voll gerechnet deutlich über 50 Euro. Deshalb wird es rationiert. Wenn ein Gespräch nun erheblich weniger kostet, ändert sich diese Rechnung grundlegend, und plötzlich kann jede und jeder Interessierte ein richtiges Gespräch bekommen.

Wald: Was ist das Besondere an Madita? Was können Recruiterinnen und Recruiter von Madita erwarten?
Luther: MADITA führt ein strukturiertes Gespräch von etwa 15 bis 25 Minuten, per Sprache, auf Wunsch sofort nach der Bewerbung, sonntagabends um 21 Uhr oder morgens um sechs. Sie kennt die Stelle und die Unterlagen, sie fragt nach, wenn eine Antwort dünn bleibt, und sie beantwortet auch Fragen der Bewerbenden. In über 90 Sprachen, mit demselben Standard in jedem Land.
Das Team bekommt danach keine Blackbox, sondern eine Bewertung entlang der Kriterien, die es selbst gesetzt hat, dazu Zusammenfassung, vollständiges Transkript und Audio-Highlights. Bewusst nicht dabei: ein Gesamtscore. Eine einzige Zahl verführt dazu, nicht mehr hinzuschauen, und genau das wollen wir nicht. Ebenfalls nicht dabei: jede Form von Emotions- oder Persönlichkeitsanalyse aus der Stimme.
Praktisch heißt das: Terminfindung fällt weg, Vorqualifizierung fällt weg, Absagen ohne Rückmeldung fallen weg, und der Fachbereich bekommt zum ersten Mal vergleichbare Informationen über alle Kandidatinnen und Kandidaten statt Bauchgefühl aus vier Telefonaten. Und der Punkt, der in Deutschland am meisten zählt: MADITA ist in Europa gebaut, für europäisches Recht. DSGVO-konform, mit Einwilligung und Transparenzhinweis vor jedem Gespräch, mit Löschkonzept, ohne dass Bewerberdaten in irgendein Modelltraining fließen. Wir behandeln die Anwendung als Hochrisiko-System im Sinne des EU AI Act und haben Human-in-the-Loop und die Dokumentation von Anfang an eingebaut. Die US-Anbieter können das technisch alle, rechtlich aber nicht, und sie können Ihnen theoretisch morgen abgeschaltet werden.

Wald: Was sagen Sie zu den Ängsten (FOBO) bei den Recruiterinnen und Recruitern durch den verstärkten Einsatz von KI?
Luther: Ich halte nichts davon, die Angst wegzumoderieren, also sage ich es direkt: Ein Teil der Arbeit verschwindet. Wer pro Woche 25 nahezu identische Telefonscreenings führt, wird diese 25 Screenings nicht behalten. Das ist auch keine Arbeit, für die jemand Recruiting studiert oder gelernt hat. Was bleibt, ist der Teil, für den in den letzten Jahren nie Zeit war. Wie eine Stelle überhaupt zugeschnitten und positioniert wird. Welche Kandidatin man aktiv gewinnt, statt sie nur zu verwalten. Wie man die Führungskraft berät, die zum vierten Mal ein Profil sucht, das es am Markt nicht gibt. Wo Budget hingeht. Das sind Gestaltungsfragen, und sie sind anspruchsvoller als das, was heute den Kalender füllt. Die Software-Entwicklung hat diesen Schritt gerade hinter sich. Die stärksten Entwicklerinnen und Entwickler schreiben nicht mehr jede Zeile selbst, sie briefen und prüfen. Deren Wert ist dadurch gestiegen, nicht gesunken. Zwei Dinge sage ich trotzdem dazu, weil sie zusammengehören. MADITA entscheidet nichts, sie liefert Sachstände, die Auswahl bleibt im Team, und zwar nicht aus Höflichkeit, sondern weil alles andere rechtlich nicht haltbar wäre. Und: Die berechtigte Sorge ist nicht, dass eine KI Ihren Job übernimmt. Sie ist, dass eine Kollegin, die souverän mit KI arbeitet, in zwei Jahren dreimal so viele Stellen besetzt wie Sie. Dagegen hilft Ausprobieren, nicht Abwarten.

Wald: Kommen wir jetzt zum Agentic Recruiting Forum am 25. August 2026. Wie ist es gelaufen? Gibt es ggf. bereits Erfahrungen von Testnutzern?
Luther: Das Forum lief am 25. August, mit über 1.000 Teilnehmer:innen, ehrlich gesagt deutlich mehr, als wir erwartet hatten. Die Aufzeichnung gibt es auf https://madita.ai/forum-2026 Besonders stark fand ich die Kundenbeiträge. Annika Arzdorf von der AXA Direktberatung und Kristin Werner von Televic haben erzählt, wie der Einstieg tatsächlich abläuft, inklusive der Gespräche mit Betriebsrat und Datenschutz. Das ist der Teil, den man von einem Anbieter nicht glauben muss.
Zu den Erfahrungen: Wir befragen nach jedem Gespräch die Bewerbenden. 81 Prozent geben vier oder fünf von fünf Sternen darauf, ob sie es wieder tun würden, 88 Prozent finden die Länge passend, 75 Prozent fühlen sich verstanden. Ein Kandidat für eine Führungsposition hat an einem Sonntagabend freiwillig 54 Minuten gesprochen und danach gesagt, das sei besser gewesen als ein Telefoninterview mit einem menschlichen Recruiter. Ein anderer verglich uns mit einem KI-Videointerview-Anbieter und schrieb, MADITA sei „um Welten besser". Bei der AXA lag die Zufriedenheit im Pilot bei 4,6 von 5 über 45 Gespräche. Was nicht funktioniert hat, sage ich gleich dazu, weil es der wichtigere Teil des Feedbacks war: Im gewerblichen Bereich waren unsere Gespräche anfangs zu lang und die Nachfragen zu tief. Wer sich als Lagermitarbeiter bewirbt, will kein 25-minütiges Kompetenzinterview. Wir haben Länge und Sprachniveau daraufhin pro Zielgruppe steuerbar gemacht.

Wald: Ich bin mir sicher, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des HR Innovation Days viele Fragen zu Madita stellen werden.
Luther: Darauf hoffe ich, und ich hätte gern die unangenehmen. Erfahrungsgemäß kommen drei immer.
  1. Was sagt der Betriebsrat. Antwort: Er fragt zuerst nach Leistungs- und Verhaltenskontrolle, und die betrifft die Beschäftigten, nicht die Bewerbenden. Wir bringen eine Verfahrensdokumentation mit, die genau diese Sitzung vorbereitet.
  2. Machen Bewerbende das überhaupt mit. Antwort: Ja, deutlich bereitwilliger als von Recruiting-Verantwortlichen erwartet, siehe die Zahlen oben. Der Grund ist banal, nämlich Terminfreiheit und keine Wartezeit.
  3. Und: Was passiert mit den Daten. Antwort: Verarbeitung in Europa, Löschung nach sechs Monaten oder früher, kein Training auf Bewerberdaten, ISO 27001 in Vorbereitung.
Wer das lieber selbst ausprobiert, statt es sich erklären zu lassen: Auf madita.ai kann man ein Interview einmal aus der Kandidatenperspektive führen. Das überzeugt mehr als jede Folie, und danach diskutiert es sich besser.

Montag, 24. August 2026

Transparenz ohne Erklärung ist ein Risiko. Warum die Entgelttransparenzrichtlinie kein Reporting-Projekt ist

In der letzten Ausgabe des HR Innovation Days am 30. September 2026 wird es kein klassisches Line-up geben. Ich habe gute Bekannte aus der HR Community um ein Input und das Hosting eines sich  anschließenden Workshops gebeten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des HR Innovation Days können dann entscheiden, an welchem Workshop sie teilnehmen wollen. Die Workshops werden in zwei Runden durchgeführt, so dass jeder über zwei thematische Schwerpunkte diskutieren kann. Die Inputgeber werde ich in den nächsten Wochen in einem Statement und einer Bio vorstellen. Den Anfang macht Philipp Schuch von www.gradar.com. Er zählt gewissermaßen zum "wertvollen Inventar" des HR Innovation Days und ich freue mich sehr, dass er bei dieser Ausgabe des HR Innovation Days dabei ist. Hier sein Statement und die anschließende Kurzvorstellung.

Vor elf Jahren habe ich beim HR Innovation Day über Equal Pay gesprochen - damals ging es noch darum zu belegen, dass es die Lücke überhaupt gibt. Heute bestreitet das niemand mehr, nur erklären kann sie kaum jemand: Der unbereinigte Gender Pay Gap ist seit 2015 von 22 auf 16 Prozent gefallen, der bereinigte von 7 auf 6. Genau diesen unerklärten Rest macht die EU-Entgelttransparenzrichtlinie sichtbar – während das deutsche Umsetzungsgesetz weiter auf sich warten lässt und das erste Berichtsjahr längst läuft. Ich zeige, warum die Richtlinie ihren zentralen Begriff, die gleichwertige Arbeit, bewusst undefiniert lässt und die Auslegung damit in die Unternehmen verlagert. Und ich zeige anhand von Entgeltanalysen aus über 600 Organisationen drei Muster, die immer wieder auftauchen – und warum dieselbe Kennzahl drei völlig verschiedene Handlungsempfehlungen bedeuten kann.

Philipp Schuch gründete im Jahr 2014 das HR-Tech-Startup QPM GmbH. Hier hat er mit seinem Team das Stellenbewertungssystem www.gradar.com entwickelt und mittlerweile mit großem Erfolg auch international etabliert. Die Mission von gradar ist klar: Organisationen dabei zu unterstützen, ihre Vergütung souverän zu managen, die Anforderungen der EU-Entgelttransparenzrichtlinie zu erfüllen und eine langfristige Grundlage für Entgeltgerechtigkeit aufzubauen. Zum Team von gradar gehören derzeit über 25 Mitarbeitende, die in Deutschland, Neuseeland, Großbritannien und USA tätig sind. Philipp Schuch ist zudem Fellow des Center of Evidence Based Management www.cebma.org.

Donnerstag, 13. August 2026

HR Innovation Day 2026 und Goodbye am 30. September 2026 an der HTWK in Leipzig

Es wird bei dieser letzten Ausgabe des HR Innovation Days kein klassisches Line-up geben, sondern ich freue mich, interessante Speaker aus der HR Community gewonnen zu haben, die jeweils einen kurzen Impuls geben werden. Anschließend stehen diese dann als Hosts von Gesprächsrunden für eine Diskussion zur Verfügung. Die Gesprächsrunden werden zweimal durchgeführt. Zu den Impulsgebern gehören (Stand 10. September 2026)


Daniel Mühlbauer-Gerber
(aka Data Dan; Expert for P&O AI Solutions bei Siemens)

(Organisations- & Teamentwicklerin)

Marius Luther (Interview)
Co-Founder & CEO at HeyJobs // Founder at MADITA

Philipp Schuch (Statement)
(Gründer und CEO von gradar – Der Erfahrungsträger zum Thema Entgeltransparenz)

Henrik Zaborowski
(aka der „Luther des Recruitings“; Recruitingspezialist)

Weitere Impulsgeber sind angefragt.

Für wen:
„Meine Absolventinnen und Absolventen“, Junge (& ältere) HR Professionals, an aktuellen HR- und Führungs-Themen Interessierte

Fragen/Anregungen:
per Mail  peter.m.wald@htwk-leipzig.de  oder  über LinkedIn  #HRInnoDay26

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter M. Wald, Fakultät Wirtschaftswissenschaft und Wirtschaftsingenieurwesen der HTWK Leipzig

Wann/Wo:
30. September 2026 ab 12:00 Uhr im Gutenberg-Bau der HTWK Leipzig
(Gustav-Freytag-Str. 42 in 04277 Leipzig)

und der Tanz in den Herbst (aka After-Work-Party) in der Galerie KUB ab ca. 18:00 Uhr


Achtung: Hier gibt es die   Tickets zum Event

Ich freue mich sehr auf das Wiedersehen in Leipzig. 

Peter (M. Wald)

 



Dienstag, 4. August 2026

HR Innovation Day 2026 und Abschied - Am 30. September 2026 an der HTWK Leipzig

Mein Abschied rückt näher. Dieser soll jedoch nicht sang- und klanglos passieren, sondern inhaltsreich und vergnüglich sein. Deshalb wird es am 30. September 2026 ab 12:00 Uhr an der HTWK in Leipzig eine kurze Ausgabe des HR Innovation Days geben. Am Abend lade ich denn herzlich zum Tanz in den Herbst in eine Location im Leipziger Süden ein. Informationen zum Programm und zu den Anmeldemöglichkeiten folgen in den nächsten Tagen. Deshalb: Stay tuned.

Herzliche Grüße aus Leipzig

Euer/Ihr Peter (M. Wald)